Verabschiedung Pfarrer Konrad Kummer
Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes mit anschließendem Festakt wurde Bischöflich
Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Kummer nach 15 Jahren Seelsorge in der Pfarrei St. Michaelpoppenricht auf bewegende
Weise in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als Zeichen großer Wertschätzung und Anerkennung
wurden dem engagierten Geistlichen die "Bischofsmedaille der Diözese Regensburg" und die
"Goldene Bürgermedaille am Bande" der Gemeinde Poppenricht verliehen.
Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Kirche festlich geschmückt und die
Gläubigen während der Festmesse tief bewegt, so die Atmosphäre in der katholischen Pfarrkirche.
Die Kinder der Kindergärten St. Michael und St. Anna empfingen Pfarrer Kummer vor dem Kirchenportal mit
Gedicht- und Liedvorträgen und überreichten Rosen an ihren "Pfarrer". In Konzelebration mit
Pfarrer Lorenz Hägler und Diakon Georg Lindner, sowie Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christian Beck als Lektor
feierte der Pfarrherr von St. Michael seinen Abschiedsgottesdienst mit einem großen Aufgebot von 41
Ministranten sowie Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Verbände, die den Altarraum festlich
prägten. Für die musikalische Gestaltung zeichnete die Chorgemeinschaft St. Michael unter Leitung von
Hans Koller verantwortlich, an der Orgel begleitete Elfriede Kohler. Pfarrer Kummer nahm in seiner Abschiedspredigt
auf das "Gleichnis von Maria und Marta" Bezug und legte den Gläubigen nahe, sich nicht von der
Geschäftigkeit des Alltags vereinnahmen zu lassen - wie Marta - , sondern "sich wie Maria dem Herrn zu
Füßen zu setzen und sein Wort zu hören". Als Abschiedswunsch an "seine Pfarrgemeinde"
betonte der Geistliche, "jeder Einzelne möge am Werk Gottes in der Welt mitbauen und mit der Kraft des
Glaubens und der Liebe einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen." Das feierliche "Großer Gott,
wir loben Dich" , stimmgewaltig intoniert vom Chor, sowie den zahlreichen Gottesdienstbesuchern, erfüllte
das Gotteshaus am Ende der Festmesse mit einem klangvollen Dank an den Schöpfer und die Verkünder seiner
Lehre. Darin kam auch der Dank der Gläubigen an Pfarrer Kummer für sein segensreiches Wirken in St.
Michael zum Ausdruck.
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Anschließend geleitete die "Blaskapelle Schwab" den Kirchenzug zum Festakt mit Stehempfang in der
Volksschule Poppenricht. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Christian Beck eröffnete die Festveranstaltung mit dem
Glückwunsch der gesamten Pfarrgemeinde zum 70. Geburtstag von Pfarrer Konrad Kummer, verbunden mit einem
innigen "Vergelt’s Gott" für eineinhalb Jahrzehnte treue Seelsorge in St. Michael. Bürgermeister
Franz Birkl dankte dem Geistlichen im Namen der Gemeinde für die harmonische Zusammenarbeit und überreichte
"als sichtbares Zeichen der Anerkennung für besondere Verdienste" die "Goldene
Bürgermedaille der Gemeinde Poppenricht". Pfarrer Kummer habe mit großem Engagement, so der
Bürgermeister, das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Pfarrei gestärkt, alle Ortsteile der
Pfarrei in das kirchliche Leben von St. Michael eingebunden und stets ein Miteinander der Generationen und
Konfessionen gefördert. Birkl unterstrich die Fürsorge des Pfarrers für kranke, pflegebedürftige
und ältere Mitmenschen und betonte, "mit der verantwortungsvollen Übernahme der Trägerschaft
für die Kindergärten St. Anna und St. Michael habe Pfarrer Kummer den Kindern ein Haus der Geborgenheit
geschaffen". Die "Sternenkinder" unter Leitung von Gabriele Immerfall gratulierten mit einer
musikalischen Einlage zu dieser Ehrung. Dekan Alois Albersdörfer visualisierte in seiner Rede das Gebirgsmassiv
der Dolomiten als Metapher für Pfarrer Kummers Stationen in den einzelnen Pfarreien. "Hier habe der Diener
Gottes viele Pässe geschafft und dürfe jetzt im Ruhestand das Panorama seines priesterlichen Wirkens
überblicken". Der Dekan dankte für die seelsorgerische Nachbarschaft mit Ammerthal, lobte Kummer als
treuesten Teilnehmer an den Dekanatskonferenzen und verlas eine Grußbotschaft von Bischof Dr. Gerhard Ludwig
Müller. Darin übermittelte der Bischof ein "aufrichtiges Vergelt’s Gott für die Seelsorge in
den Pfarreien in der Diözese Regensburg und für das beispielhafte Vorbild Konrad Kummers". Als
Anerkennung für 44 Jahre priesterlichen Wirkens überreichte der Dekan an Pfarrer Kummer feierlich die
"Diözesanmedaille des Bischofs Dr. Gerhard Ludwig Müller". Pfarrer Hermann Dinkel hob in seinem
Grußwort die Verdienste des Amtskollegen Kummer für die Fortschreibung einer aktiven Ökumene in der
Gemeinde hervor und bedankte sich für die segensreiche Zusammenarbeit. "Pfarrer i. R." heiße
nicht Pfarrer in Ruhestand, sondern "Pfarrer in Reichweite" projezierte Dinkel den unermüdlichen
Fleiss von Pfarrer Kummer über seine aktive Amtszeit hinaus und überreichte ein Präsent. Schulleiter
Karl Stegmann dankte Konrad Kummer im Namen des gesamten Lehrerkollegiums für sein schulisches Engagement und
seine praktische Art, "die nicht immer einfachen schulischen Probleme einfach zu lösen" und
überreichte ein Buchgeschenk, verbunden mit dem Wunsch, die Literatur werde auch im Ruhestand viel Freude
bereiten. Eine Zeitreise durch 15 Jahre Aufgabenvielfalt eines Pfarrherren stellte Kirchenpfleger Alfred Hausmann
vor. "Pfarrer Kummer habe großes Engagement bei zahlreichen baulichen Projekten während seiner
Amtszeit gezeigt", so Hausmann. So wurden u. a. die Außenrenovierung der Pfarrkirche durchgeführt,
der Vorplatz der ortsbildprägenden Pfarrkirche als Vorzeigeobjekt im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet und
eine Photovoltaikanlage installiert. Hausmann dankte im Namen der Kirchenverwaltung für die harmonische und
produktive Zusammenarbeit. Die Chorgemeinschaft von St. Michael sowie der Männergesangsverein unter Leitung
von Hans Koller brachten als nächsten Programmpunkt einige musikalische Werke zu Gehör, darunter eine
deutsche Interpretation von "Amazing Greace" mit Engelbert Köhler als ausdrucksstarken und
klangreinen Solisten. Eine humorvolle Rückblende über den gemeinsamen Lebensweg in der Pfarrei stellte
der Pfarrgemeinderat mit 15 "G’stanzln", für jedes Amtsjahr in Poppenricht eines, vor.
Höhepunkt des Festaktes war die feierliche Überreichung des gemeinsamen Abschiedsgeschenkes der
Pfarrgemeinde, der politischen Gemeinde sowie der kirchlichen und weltlichen Vereine. Pfarrgemeinderatsvorsitzender
Christian Beck würdigte in seiner Laudatio die Verdienste von Pfarrer Kummer in den vergangenen 15 Jahren.
Seit dem 25. Juni 1989, so Beck, war Pfarrer Kummer unermüdlich tätig in der Verkündigung des
Wortes Gottes, der Feier der Eucharistie und dem täglichen Aufbau des Reiches Gottes im weltlichen Geschehen.
15 Jahre lang legte der Geistliche täglich sein priesterliches Glaubenszeugnis in der Pfarrei ab, nahm sein
Amt als Seelsorger sehr ernst und engagierte sich stets um die Glaubensvertiefung am Menschen. Beck dankte im Namen
des gesamten Pfarrgemeinderates für die Offenheit, Freude und Effizienz in der Zusammenarbeit. Vorsitzender
Christian Beck überreichte mit Bürgermeister Franz Birkl und Kirchenpfleger Alfred Hausmann die
gemeinsamen Abschiedsgeschenke: eine Torte in Form eines Computers als Symbol für den noch zu installierenden
PC, ein Aquarellgemälde der katholischen Pfarrkirche, sowie einen Scheck für die Mission. Pfarrer Kummer
dankte bewegt für die Ehrungen und meinte spontan "ich glaube, ich bleibe noch da!" Er reflektierte
in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit mit allen kirchlichen und weltlichen Gremien, die große
Unterstützung durch die Mitarbeiter und Helfer in einer lebendigen Pfarrgemeinde und dankte für das
Engagement eines jeden Einzelnen im "Netzwerk Kirche". Durch gemeinsame Motivation und Tatkraft wurde und
werde weiterhin in der Pfarrei St. Michaelpoppenricht am Reich Gottes gebaut und die christliche Botschaft
verbreitet. Pfarrer Kummer versprach, die Pfarrei in seine Gebete einzuschließen und nahm am Ende seiner Rede
tief bewegt einen langanhaltenden Applaus entgegen. Lob und Dank erfuhr auch Agnes Kummer, ihres Zeichens
Pfarrhaushälterin und "gute Seele" des Pfarrhofes für alle Angelegenheiten. Sie wurde von
Christian Beck für ihre liebevolle Fürsorge mit einem prächtigen Blumenarrangement geehrt. Mit dem
gemeinsamen Schlusslied "Nehmt Abschied, Brüder" klang der Festakt aus. Für ein reibungsloses
und anspruchsvolles "Catering" des Stehempfangs sorgte Andreas Kopf, Altmannshof. |